Warum ich ein eigenes ERP baue

01.06.2026 · business

Den Anstoß für bitERP gab kein Businessplan. Sondern Frust.

Neben meinem Job als Entwickler wollte ich Hardware über eBay verkaufen. Aber ordentlich — mit einer richtigen Warenwirtschaft statt mit Tabellen. Aus der sauberen Lösung wurde schnell das Gegenteil: Ich programmierte gegen die Software, nicht mit ihr.

Damit ich das System auch mobil nutzen konnte, baute ich mir eine eigene Weboberfläche obendrauf. Für Daten, die die Standardoberfläche nicht hergab, ging ich direkt an die Datenbank. Dazu kamen Bugs, halbfertige Funktionen und Ecken, die seit Jahren niemand angefasst hatte.

Und abgerechnet wurde pro Auftrag. Über fremde Server, auf die ich keinen Einfluss hatte.

Als dann die Preise stiegen, war der Punkt erreicht. Ich dachte mir: Wenn ich ohnehin die halbe Zeit drumherum programmiere, dann mache ich es gleich selbst. Und richtig.

Was ich anders machen wollte

Drei Dinge standen von Anfang an fest:

  • Die Software passt sich den Prozessen an, nicht umgekehrt. Ein Händler arbeitet anders als ein Hersteller. Keiner von beiden sollte sich verbiegen müssen.
  • Ihre Daten gehören Ihnen. Entweder als SaaS in einer deutschen Cloud oder komplett auf Ihrem eigenen Server. Und Sie können jederzeit wechseln.
  • Keine Abrechnung pro Auftrag. Was die Software kostet, sollte nicht davon abhängen, wie viel an einem guten Tag durch das System läuft.

Aus der Praxis, nicht vom Reißbrett

Dabei hilft mir, was ich beruflich jeden Tag sehe: wie Handels- und Produktionsbetriebe wirklich arbeiten. Und woran Standardsoftware in der Praxis oft scheitert.

Genau da steht bitERP heute. Ein modulares ERP von jemandem, der beide Seiten kennt — die des Entwicklers und die des Anwenders.

Es ist nicht aus einer Marktlücke entstanden, sondern aus echtem Bedarf. Für mich ist das der ehrlichste Grund, Software zu bauen.